Ausgeglichenheit,  Glück,  Persönlichkeit,  Zufriedenheit

Ein Do und don‘t im Umgang mit dem Partner

Vor einiger Zeit hatte ich einmal eine tolle Unterhaltung mit einer jungen Frau, die Schwierigkeiten mit bestimmten Unterhaltungen mit ihrem Partner hatte. Sie fand, dass Sie schnell laut wurde und mit dem Partner nicht gut reden konnte. Es gibt auf den ersten Blick und ohne nachzufragen ja endlos viele Umstände, die zu solch einer Situation führen. Daher erscheint es, als wäre das Problem nicht sooo einfach zu klären. Und doch gibt es einige Tipps aus der Gesprächspsychologie, die zu einer besseren Gesprächsbasis führen. Schon der Psychologe Carl Rodgers gibt hierfür wertvolle Ratschläge.

Begegnen, Wertschätzen und Zuhören

Carl R. Rogers aus den USA, 1902-1987, beschreibt in seinen Theorien, dass Gespräche besser funktionieren, wenn der andere einfach freundlich behandelt wird. Natürlich ist es unklug, wenn einer anderen Person nur noch Vorwürfe gemacht werden und wenn gesagt wird, dass ein Mensch nicht wertvoll handelt oder wertvoll ist. In der Praxis würde das bedeuten, dass Aussagen wie „immer tust du das“ vermieden werden sollten. Gerade auch ein Generalisieren ist niemals wirkungsvoll. Das entspricht nicht den Fakten und ist nicht objektiv.

Eine Wertschätzung würde stattfinden, wenn dem anderen Menschen lieber gesagt wird, was gut an ihm ist. Kritikpunkt werden am besten auch mit Wertschätzung so verpackt, dass sie nicht vor den Kopf stoßen. Sie sollten darüber hinaus dem Partner zuhören, weil der Partner sicherlich auch etwas zu erklären hat, was wichtig ist und zu einer Lösung beiträgt. Partner begegnen sich dann, wenn Sie gemeinsam zu einer Lösung finden, an der beide arbeiten und nicht gegeneinander handeln.

Objektiv und nicht subjektiv

Es gibt Begriffe, die Sie einfach nicht verwenden sollten, weil Sie nicht objektiv sind, sondern viel zu subjektiv.

  • Immer
  • ständig
  • laufend
  • pausenlos
  • jeden Tag
  • Tausende Male
  • täglich dasselbe
  • unfähig
  • u.s.w.

Zunächst einmal ist es auch unschön. Die Wirkung bei einem Partner ist nicht positiv. Und Sie kennen doch bestimmt auch die Forderung nach einer sachlichen Betrachtung. Es ist nicht nur in der Wissenschaft oder in der Arbeit so, dass die Fakten zählen. Auch Zuhause sollte sich jeder abgewöhnen, dem Partner Dinge an den Kopf zu werfen, die nicht der Wertschätzung entsprechen und in keiner Weise sachlich sind.

Objektiv in diesem Sinne bedeutet, dass besser von konkreten Urzeiten, Daten, Zahlen und Details gesprochen wird. Es ist nicht immer zielführend, wenn ein anderer Mensch mit Eindrücken argumentiert, die stark von Gefühlen beeinflusst sind. Gefühle werden am liebsten in positiver Weise ausgedrückt.

„Der Ton spielt die Musik“

Sie kennen Unterhaltungen, in denen Sie laut werden? Der andere denkt sich dann vielleicht nur, aus welchem Grund das Geschrei nun wieder nötig ist. Sie kennen es aus der eigenen Empfindung, dass eine Unterhaltung mit Spaß, Humor, Witz und Charme einfach schön ist. Umso weniger gut wäre es, wenn eine Unterhaltung sich doch aber nur um negative Klänge dreht. Schreien, ein zorniger Ton und weniger freundliche Worte zeigen meist weniger viel Erfolg.

Frust niemals Zuhause abbauen

Nach einem harten Arbeitstag kommen beide Partner nach Hause. Beide fühlen sich müde, sind nervlich überreizt und erleben die Situation, dass sie sich frustriert fühlen. Wir merken uns laut wissenschaftlichen Erkenntnissen der heutigen Zeit viel besser, wenn jemand wütend, unfreundlich oder allgemein negativ erscheint. Wir merken uns auf lange Sicht jedoch weniger, dass jemand freundlich gewesen ist. Eine fröhliche Ausstrahlung macht sich aber trotzdem bezahlt, weil diese ja trotzdem bei anderen Menschen haften bleibt.

Ein anderer Mensch ist vielleicht grundsätzlich gut gelaunt und verbreitet eine schöne Stimmung. Generell sollte also nicht ständig der Ärger aus dem Alltag nach Hause getragen werden.

  • Treiben Sie lieber Sport,
  • meditieren Sie,
  • gehen Sie in die Natur oder
  • unternehmen Sie etwas Schönes,

damit Sie mit einem guten Gefühl durch die Tür kommen. Vielleicht haben Sie auch Lust mit dem Partner gemeinsam nach der Arbeit die Freizeit zu genießen.