Ausgeglichenheit,  Selbstbewusstsein

Eine Opfer-Rolle im Mobbing

Mobbing erscheint einfach nur ungerecht. Es finden sich recht schnell einzelne Personen, deren Rolle in der Gruppe eine schwächere zu sein scheint. Menschen zeigen schnell einmal Schwächen und bieten damit recht schnell eine große Angriffsfläche. Wenn ein Mitarbeiter, Schüler oder vielleicht auch Chef zu unsauberen Maßnahmen greift, um gegen eine Person vorzugehen, dann mag dies mitunter umfangreiche Ausmaße annehmen. Dabei scheint es kaum einen Grund zu geben. Eine gemobbte Person ist nicht unbedingt unangenehm. Vielleicht ist sie sogar nett. Mobbing nimmt hierbei unterschiedliche Formen an und besitzt eine verschiedenartige Dynamik. Verschiedenste Ursachen für Mobbing und Konstellationen führen dann zu unglücklichen Situationen. Diese können sich, wie folgt, bemerkbar machen:

 

Ist es „einfach nur“

  • Erniedrigung
  • Untergrabung von Kompetenz
  • Ausschluss aus Team-Arbeit
  • Schlechte Kommunikation
  • Ausgrenzen aus Gesprächen

oder reicht es bereits zu schwerwiegenden Eingriffe, wie

  • Löschen von Dokumenten
  • Diebstahl
  • Eingriff in die Arbeitsweise
  • Verschwinden von Dokumenten auf dem Schreibtisch?

Gegen einige Arten von Mobbing muss sogar sehr professionell vorgegangen werden. Echte Experten in Mobbing-Zentralen sind spezialisiert und geben wertvolle Tipps, wenn es um sehr brisante Situationen geht. Hier helfen Spezialisten zusammen. Einfachere Fälle und Konstellationen können jedoch gut und teils sogar recht einfach bewältigt werden.

Was ist das wohl für ein Vorgesetzter?

Das Chefmobbing ist ein Punkt, der schwerer wiegt als ein Kollegen-Mobbing. Denn ein Vorgesetzter oder sogar der Chef einer Firma bedeuten eine existenzielle Bedrohung. Es kommt die Angst um einen Job auf und ein Arbeitstag mit solch einer Schikane mag überaus unangenehm werden. Ursachen mögen tatsächlich bei Antipathien, schlimmstenfalls in der Kompetenz oder einfach im Druck eines Vorgesetzten liegen. Viele Chefs lassen einfach einmal Dampf ab oder geben eine schlechte Kritik, weil sie sich davon mehr versprechen.

So mancher denkt, dies optimiere die Leistung. In solchen Fällen mag ein Gespräch aber auch Wunder wirken. Es ist sicherlich klug eine gute Gelegenheit zu suchen, um Ungereimtheiten zu klären und so ein Gleichgewicht wieder herzustellen. Scheint Ihre Freundlichkeit aber immer noch nicht zu helfen, dann ist es wichtig, mit mehr Psychologie zu arbeiten. Lernen Sie, wie Sie dann mit solch einem Problem umgehen und wie Sie selbst wieder zum Gleichgewicht finden.

Wer schlüpft in eine Opfer-Rolle?

Die Täter erscheinen uns aggressiv und sie wirken auf den ersten Blick vielleicht auch stärker und dominierend. Dies ist vielleicht aber nicht immer richtig. Sie eigenen sich eigentlich nur die Stärke an, auf einer Person herumzuhacken. Es stimmt nicht unbedingt, dass es sich hierbei wirklich um besser gestellte Menschen handelt. Eine Opfer-Person ist nicht wirklich ein Opfer, sondern wird zu einem Opfer ernannt. Das so bezeichnete Opfer ist eine Person, die möglicherweise einige Pfunde zu viel auf dem Körper trägt. Oder es ist ein Mensch, der sich bestimmten Trends versperrt, denen andere Personen aus der Gruppe folgen. Dies sind zwei Möglichkeiten von Opfern. Andere Opfer sind womöglich auch sehr schüchtern oder zeigen andere persönliche Schwächen.

Eigentlich ist dies die gänge Art von Opfer. Sicherlich gibt es ebenso extreme Fälle in Schulen, die einen ganz anderen Hintergrund zeigen, wie etwa die Ethnie. Doch stehen diese hier nicht bewusst im Vordergrund. Wichtig erscheint ein Zusammenhang, der zeigt, dass bestimmte Opfer sich recht bewusst gegen den Willen einer Gruppe stellen und durch eine andere Einstellung zum Opfer werden. Nun ist deren Einstellung keineswegs falsch. Sie wird lediglich von einem Mobber nicht akzeptiert oder es handelt sich um einen Mobber, der gegenüber dieser Person richtig viel Ärger und Druck loswerden möchten.

Wo ist dann Motivation nötig?

Motivation hat mit Mobbing an sich nicht viel zu tun. Allerdings kann sie einem so bezeichneten Opfer sehr hilfreich werden. Denn solch eine Opfer-Figur möchte sich vielleicht ohne eine berufliche oder sonstige Veränderung aus der Situation befreien. Hierfür ist zuerst ein Entkommen aus einer Frustrationsfalle und aus einem täglichen, nicht enden wollenden Kampf nötig. Eine Person wird klein gehalten und klein gemacht. Aus dieser Falle will und muss sie entkommen. Andernfalls könnte es auch sein, dass die Person an anderer Stelle ebenso ein Opfer für Mobbing wird. Eine bestimmte Form von Veränderung muss stattfinden.

Sinnvoll ist es deswegen herauszufinden, weswegen es zum Mobbing kommt und welche Art von Mobbing es ist. Neuer Mut für eine Veränderung und für das Aufrechterhalten von Leistung muss vorhanden sein. Die Persönlichkeit eines ernannten Opfers darf nicht so sehr leiden, dass sie sich nicht mehr erholen kann. Eine interessante Tatsache ist jedoch auch jene, dass sich gern auch schwache Persönlichkeiten an einer Person vergehen, die einen starken und bewusst individuellen Eindruck vermittelt.

Dynamik in Gruppen

In Deutschland müssen sich viele Arbeitnehmer so einiges gefallen lassen. Mit ein Grund ist eine Gruppendynamik, etwa wenn Personen nach Meinung mancher Mitarbeiter nicht so gut in ein Team passen, wie sich dies andere vorstellen. Oder anders herum, wenn ein neuer Chef einer Gruppe nicht zusagt. Allerdings besitzt jeder Mensch die Freiheit nicht jedem stupiden Gruppenzwang nachzugehen. Ist eine Person in der Lage ein selbstbewusstes Verhalten zu zeigen, dann kann sie viele Dinge trotzdem so tun, wie sie das individuell tun möchte.

Es gibt jedoch bestimmte Persönlichkeitstypen, die schlicht zu einfach zu einem Opfer werden. Die Dynamik innerhalb einer Gruppe kann sich beispielsweise gegen eine Person richten, die sich nicht gut anpasst. Glücklicherweise geht ein Mobbing häufig auch nur von einer Person oder vielleicht zwei Personen aus. In solchen Situationen kann eine Intervention weitaus leichter sein. Eine Gruppe sieht in bewussten Situationen einfach weg, weil niemand die Stimmung in der Gruppe durch Worte zerstören möchte. Denn an sich funktioniert die Gruppe gut und normal.

Welche Zwänge müssen nicht sein?

Beispielsweise gibt es keinen Zwang jeden Tag einen Salat zu essen, jeden Tag beim Inder zu bestellen, exakt dort wegzugehen, wo andere gern ausgehen, eine Bekleidung zu tragen, auf welcher gewünschte Marken stehen oder sonstige Zwangsrituale. Oft genügen aber auch schon nur 5 Kilo am Körper eines Menschen, die eine deutliche Intoleranz von Menschen provoziert. Dies sind noch kleinere Probleme, wenn andere keine Akzeptanz für solche Menschen zeigen.

Interessant ist an dieser Stelle, dass es sich um eine ungewöhnliche Form einer Abneigung handelt. Menschen möchten einen anderen Menschen anpassen, damit dieser sich einer Gruppe angliedert. Nun ist dieser Mensch aber anders und gleicht sich nicht so an und kann demnach nicht nach Wunsch integriert werden. Infolgedessen wird ein Mensch dann wohl abgewiesen. Intoleranz seitens der Menschen, die einen anderen anpassen möchten, kann jedoch nicht einfach verschwinden. Und wie bereits erwähnt ist dies nur eine recht häufige Beispielsituation, in der ein Mobbing zustande kommen kann.

Wie weit muss man sich denn anpassen?

Ist es denn klug, sich dennoch anzupassen? Vielleicht ist es einen Versuch wert, ab und an einmal mit einer Gruppendynamik mitzugehen und dann zu erklären, dass man aber Abwechslung liebe und daher lieber andere Dinge ausprobiere. Gesellschaftliche Zwänge mögen zur Last werden, haben am Arbeitsplatz aber im Grunde nicht viel zu suchen. Vielleicht findet sich die exklusive Markenmode auch schon bei ebay, sodass zum Schein des Seins einfach ein paar Dinge präsentiert werden. Vielleicht führt solch ein Nachgeben bereits zu einem wenig Frieden. Wenn der Wille zur Anpassung aber nicht vorhanden ist, was geschieht dann?