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Graben in der Erde ist gut für die Psyche

Die Psyche leidet gerade bei schlechtem Wetter, Dauerregen oder in der dunklen Jahreszeit. Wir haben in dieser Zeit weniger Bewegung und sitzen zu häufig im Wohnraum. Sportliche Aktivitäten sind dann nicht unbedingt möglich. Solche Wetterlagen finden sich momentan zum Beispiel in Norddeutschland. Der Sommer ist eher verregnet und die nötigen Sonnenstunden bleiben aus. In diesem Umfeld wollen die Glücksgefühle des Sommers zunächst einmal nicht aufkommen. Und doch gibt es einige Abhilfe für negative Gefühle. Eine Studie hat ergeben, dass es eine Alternative gibt, mit der man zunächst vielleicht nicht rechnet.

Ein Mikrobakterium reduziert den Stress

Hobby-Gärtner haben in diesem Sinne gute Karten. Die Studie hat ergeben, dass das Graben in der Blumenerde einen positiven Effekt mit sich bringt. Der Kontakt der Haut mit der Erde verhilft zu einer Aufnahme eines Bakteriums, welches eine positive Wirkung auf die Psyche zeigt. Der Name dieses Bakteriums ist Mycobacterium Vaccae. Es wurde im Rahmen der Arbeit des Forscherteams von US-Mikrobiologe Jason Tetro gefunden. Dieser hat hierzu im Mai 2016 eine Studie im Magazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht.

Die Studie hat ergeben, dass es die Haut berühren muss, um ein angenehmes Gefühl auszulösen. Die Forschungsarbeit erfolgte zunächst mit Mäusen und wurde dann auf den Menschen übertragen. Im Rahmen der Arbeit wurde das Immunsystem von Mäusen mithilfe einer Injektion in ein Gleichgewicht gebracht. Solch einen Effekt zeigen auch leichte Antidepressiva. Die Mäuse erfahren also eine Stärkung ihres Wohlbefindens. Diese Wirkung auf die Mäuse wurde dann auf den Menschen übertragen.

Gärtner sind glücklich

Es schadet bei negativen Gefühlen also nicht, einmal die Blumen umzutopfen oder im Garten zu graben. Ohnehin steigern Pflanzen im Wohnraum oder vor der Türe ebenso das Wohlbefinden, wie andere Studien zeigen. Am besten beschäftigen wir uns also zeitweise einmal mit dem Grün Zuhause. Im Rahmen der Farbenpsychologie lassen sich außerdem viele hübsche Farben finden, die ebenso eine wunderbare Optik versprechen.

Muskelarbeit tut uns gut

Privatdozent Dr. Stefan Zimny erklärt uns, dass Gartenarbeit eine sehr gesunde Wirkung zeigt. Denn

„Gartenarbeit ist Muskelarbeit und Bewegung zugleich“, sagt er.

Der Chefarzt der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie/Diabetologie und Rheumatologie an den Helios Kliniken Schwerin hat bereits zahlreiche Studien zu solchen Themenbereichen begleitet. Natürlich macht auch der Sport an sich absolut glücklich. Er sagt weiterhin:

„Außerdem macht sie Spaß und tut deshalb der Psyche gut.“.

Die Durchblutung des Körpers wird durch solch eine Muskelarbeit verbessert und auch feine Blutgefäße gut durchblutet.

Unbedingt sollte bei dieser Tätigkeit auf eine gesunde Belastung geachtet werden. Es ist gesund, nicht nur gebückt zu arbeiten, sodass die Lendenwirbelsäule überlastet wird. Ein aktives Bauchtraining, vielleicht in Form von Pilates, schützt zunächst einmal den Rücken, weil die Bauchmuskulatur vorrangig für die Stabilität großer Teile des Skelettes zuständig ist. Der Mediziner untermauert außerdem, dass bei diesen Tätigkeiten die Feinmotorik mit trainiert wird. Sollte es sich um eine schweißtreibende Arbeit handeln, wird der Körper noch zusätzlich gereinigt. Durch das Schwitzen werden viele Gifte über die Haut nach außen transportiert.

Bewegung im Grünen

Es finden sich zahlreiche Studien, die sich mit der Bewegung an der frischen Luft und der Beschäftigung mit der Natur befassen. Dies bedeutet für uns, dass diese Aktivitäten nur positiv sein können. Eingefleischte Stadt-Liebhaber sollten ruhig einmal ausbrechen und zumindest den Stadtpark aufsuchen. Joggen im Grünen scheint mitunter den besten Effekt zu zeigen. Bewegung an der frischen Luft schafft ohnehin mehr Glück, als zunächst vermutet. Umso besser ist es also, wenn ein wenig Bewegung im Garten erfolgt. Zwar hat nicht jeder Mensch das Glück, dass ein Garten vor der Türe liegt, doch gibt es bestimmt auch Alternativen.

Sogar in einer Ein-Zimmer-Wohnung kann noch ein wenig Grün stehen, sodass etwas gute Stimmung dennoch aufkommt. Jeder von uns sollte öfter einmal aus dem Alltag ausbrechen und einen Wald oder eine ähnliche Umgebung aufsuchen. Der positive Effekt ist ganz sicher jener, dass der Stoffwechsel in Schwung kommt und der Körper durch die Bewegung Glückshormone ausschüttet. In angenehmer Umgebung ist solch ein Effekt sogar noch größer. Mediziner raten unbedingt für Jung und Alt zu mehr Bewegung an der frischen Luft und fern von den Autoabgasen.

Weitere Studien zur Gartenarbeit

Rund um das Thema Gartenarbeit finden sich allerlei Forschungsarbeiten und auch redaktionelle Beiträge. Eine Studie der Universität von Texas hat noch tiefer geforscht. Hier man gleich noch weiter in die Richtung einer heilenden Wirkung für den Körper mit geforscht. Eine Studie hat dabei ergeben, dass die Gartenarbeit das Risiko für Lungenkrebs reduziert. Der Garten muss zu diesem Zweck natürlich möglichst fern von Autobahnen und Fernstraßen liegen, damit nicht Abgase den positiven Effekt verhindern. Im Rahmen der Gartenarbeit kann der Körper von Nichtrauchern das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um etwa 50 % senken.

Ehemalige Raucher reinigen die Lunge sogar so gut, dass das Risiko nur noch bei etwa 40 % liegt. Die Gartenarbeit zeigt den Vorteil, dass die Lunge saubere Luft einatmet und die Bewegung auch die feinsten Lungenblutgefäße gut durchbluten kann. Die Arbeit im Garten zeigt darüber hinaus auch noch andere gute Effekte. Ein persönliches Risiko für

  • eine Adipositas,
  • einen Typ von Diabetes oder
  • von Herz-Kreislauf-Beschwerden

wird durch solche Aktivitäten gesenkt. Weitere Aktivitäten im Park, die eine Alternative darstellen könnten, sind außerdem Nordic Walking, Hundespaziergänge oder Jogging-Parcours.

Der Körper stellt Vitamin D her

Ein wenig Sonne scheint hoffentlich bei der Gartenarbeit oder bei Aktivitäten im Freien. Diese Sonneneinstrahlung sorgt durch ihre Wellenlänge dann für die Synthese von Vitamin D im Körper. Dieses Vitamin ist dazu in der Lage, positiv gegen Osteoporose zu wirken oder eben auch gegen Krebs. Sogar bei Kreislaufbeschwerden ist das Vitamin D wichtig für eine Heilung oder für die Prävention.

Ein Fazit: Jeder von uns sollte ausreichend oft an der frischen Luft aktiv sein. Es ist bestimmt nicht nötig mehrfach in der Woche in der Erde zu graben. Und doch ist es gut, wenn der Mensch häufig im Grünen aktiv ist und sich nicht nur mit Asphalt umgibt.

 

 

Quellen:

http://www.brigitte.de/woman/gesundheit/gesund-bleiben/gartenarbeit–warum-uns-buddeln-gluecklich-macht-10182478.html

https://www.happytimes-online.de/news/wissen/10787-graben-im-dreck-macht-gluecklich-mikrobakterium-reduziert-stress.html