Erfolg,  Glück,  Motivation,  Selbstbewusstsein,  Selbstwertgefühl

Ist ein Kleeblatt immer ein Talisman?

Die Frage, aus welchem Grund ein Kleeblatt eigentlich ein Talisman ist, kann sicherlich ganz einfach geklärt werden. Manche Menschen fragen sich, aus welchem Grund solche Talismane wohl auch funktionieren. Manche Menschen schwören darauf. Es muss doch aber einen Grund haben, weswegen es ein Talisman ist.

Was ist ein Talisman?

Wir kennen einen Talisman als einen Gegenstand, wie zum Beispiel

  • ein Kleeblatt,
  • ein Glücksschwein,
  • ein Stofftier oder
  • ein Schornsteinfeger an Sylvester.

Solch ein Glücksbringer wird am liebsten zu Prüfungen verwendet und muss immer dabei sein. Viele Menschen kennen solch einen Aberglauben aber nicht oder wundern sich über die Menschen, die daran festhalten. Und doch kann solch ein individueller Gegenstand wirklich Glück bringen. Auf eine ganz bestimmte Weise. Dieser Frage sind auch die Wissenschaftlerinnen Damisch, Stoberock und Mussweiler aus der Sozialpsychologie im Jahr 2010 in der Zeitschrift Psychological Science nachgegegangen.

Der tiefe Glaube an einen Talisman

Ein Glücksbringer bringt Zuversicht. Dies ist das Ergebnis der Studie. Die Motivation eines Menschen ist in Verbindung mit dem Glauben an einen Talisman eine andere. Natürlich muss nicht jeder Bürger jetzt auch einen Talisman verwenden. Und doch ist es interessant zu sehen, wie der Glaube an sich selbst, die Zuversicht, der Mut und die Konzentration steigen.

Motivation durch einen Talisman

Steigt aber die Erwartung einer Selbstwirksamkeit oder die Erwartung an den Erfolg, kann eine Situation mit einem anderen Gefühl angegangen werden. Natürlich haben sich bereits viele Forscher mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Es ist sicherlich nicht der Fall, dass ein Talisman die einzige Voraussetzung für den Erfolg ist. Die Teilnehmer der Studie hatten mehr Antrieb und auch ein besseres Ergebnis mit einem Glücksbringer. Der feste Glaube an das Glück spielt durchaus eine wichtige Rolle. In der Studie ging es im Versuch konkret um den Erfolg in einem Memory-Spiel. Dieses Spiel erfordert Konzentration und ein gutes Merkvermögen. Mehr Motivation steigert die Aktivität des Gehirns und senkt scheinbar auch den Stresspegel in einer Situation.

Die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs

Interessant ist natürlich auch zu betrachten, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Erfolg eintritt. Gibt es zum Beispiel sieben mögliche Memory-Karten, die aufgedeckt werden können, lässt sich die Wahrscheinlichkeit sicher bestimmen. Es gibt zum Beispiel noch sieben, sechs, fünf oder vielleicht vier übrige Motive, die als Paar aufgedeckt werden können. Außerdem gibt es eine feste Anzahl an Karten. Die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg ist eigentlich immer gegeben und kann abhängig von der Situation berechnet werden. Verbessert sich die Konzentration, steigt eigentlich auch die Wahrscheinlichkeit des Erfolges. Ein Spieler könnte ein Memory-Spiel eher gewinnen, wenn das Spiel mit einer gestiegenen Motivation gespielt wird.

 

Quelle: Damisch, L., Stoberock, B., & Mussweiler, T. (2010). Keep your fingers crossed! How superstition improves performance. Psychological Science, 21, 1014-1020.