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Knigge für Mitarbeiter

Es ist ein Thema, welches früher eine Selbstverständlichkeit gewesen ist. In der heutigen Zeit jedoch kommt es auf Grund der Brüche mit moralischen Grundsätzen oder Werten und einem stetigen Verfall der Gesellschaft doch oft auch einmal zu Ausrutschern.

Welche Knigge ist gemeint?

Dabei ist natürlich jetzt im Büro nicht die Knigge am Mittagstisch. Es geht nicht allein darum, ob ein Mitarbeiter in der Kaffeeküche einen ordentlichen Eindruck vermittelt oder beim Geschäftsessen die richtige Gabel wählt. Natürlich ist das auch ein Thema, doch meist interessiert uns ja, ob ein Mitarbeiter ein angenehmer „Zeitgenosse“ ist. Wie sieht das eigentlich aus, so ein Ausrutscher? Ein Verständnis solch eines Ausrutschers ist natürlich eine Frage der Umgebung.

Nicht in jedem Betrieb kann von einem sehr guten Verhalten ausgegangen werden, doch denken wir einmal an die gängige Sorte von Firma. Ein wenig Business-Knigge führt schnell zu guten Beziehungen, schafft ein optimales Arbeitsklima und vermittelt im Kreise der Kollegen ein flüssiges Arbeiten. Wie gut kommt ein Mitarbeiter mit Kollegen und Kunden aus? Eigentlich sollte jeder Chef das Thema „guter Umgang“ in den Mittelpunkt stellen.

Warum ist das ein Thema für Motivation und Gleichgewicht?

Arbeiten mit einem beschwingten Gefühl ist angenehm. Blockaden, Ärger, Diskussionen in unfreundlicher Weise oder ein allgemein ein unangenehmes Verhalten führen zu einem weniger positiven Ergebnis, als gewünscht. Eine Studie der ManpowerGroup Deutschland aus dem Jahr 2015 ergab, dass für zwei Drittel der Mitarbeiter ein guter Draht zu Kollegen und zu Chefs ausschlaggebend ist.

Die Ergebnisse wurden am 12.05.2015 veröffentlicht. Weniger wichtig sind hingegen Faktoren, wie flexible Arbeitszeiten. Die Befragten gaben an, dass ein gutes Gefühl am Arbeitsplatz am meisten wichtig für die Motivation ist. Es gibt natürlich aber auch noch weitere Faktoren, die jedem Chef oder Mitarbeiter sofort einleuchten.

Darum ist es nicht egal

Es ist nicht nur die Perspektive von Frauen, dass Freundlichkeit im Arbeitsleben eine wichtige Rolle spielt. Auch für Männer ist ein Gerangel nervtötend. Es ist oftmals so unnötig und führt zu keinem Ziel, wenn jeder in einer Besprechung oder Konferenz seine Macht ausspielen möchte. Speziell in festgefahrenen Strukturen führt es zu nichts.

Ein Ergebnis könnte weitaus besser ausfallen, falls Gespräche oder die Arbeitsabläufe im Allgemeinen viel besser verlaufen. Weniger Hindernisse könnten dazu führen, dass aus vielen Meinungen eine konstruktive Mitte entsteht. Es könnte ja jeder Recht haben. Es gilt abzuwägen, ob auf sachliche Weise ein Ziel für eine Zielgruppe oder einen Zweck gefunden werden kann. Ein Ziel soll nicht dazu führen, dass sich eine Person verewigt, sondern dazu, dass das Arbeitsergebnis einen möglichst guten Effekt erzielen kann.

Ein wenig an sich arbeiten

Knigge meint also nun, dass ein Mitarbeiter freundliche Umgangsformen mitbringt. Ein ständiges Gepöbel oder scharfe Worte führen selten zum gewünschten Ziel. Lieber sorgt ein Mitarbeiter dafür, dass ein kumpelhafter Umgang entsteht. Dies natürlich im weitesten Sinne. Zwar ist es nicht möglich, alle Kollegen wirklich freundschaftlich zu behandeln, weil man niemals alle Menschen mögen kann.

Und doch spielt es eine wichtige Rolle, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie einfach sind. Man denke dabei an den „Kategorischen Imperativ“ von Immanuel Kant. Die Motivation steigt, wenn ein anderer Mensch nicht als unangenehm, sondern einfach als neutral und gut betrachtet wird.

Eine Frage der Wahrnehmung

Niemand nimmt sich selbst als unangenehm wahr. Jedoch wissen wir alle ganz genau, dass jeder Mensch anders ist. Vielleicht können andere Menschen als etwas ruppig auch akzeptiert werden. Es muss nicht immer schlimm sein, dass ein anderer Mensch als weniger harmonisch wahrgenommen wird. Natürlich ist es immer eine Frage der Wahrnehmung und Auslegung, das ist uns allen bewusst.

Das Arbeiten in Gruppen ist allerdings nicht für jeden Mitarbeiter wichtig. Etwa ein Drittel legt Wert auf eine Arbeit in Gruppen. Ein Großteil denkt, dass Gruppenarbeit und Besprechungen eher lästig sind. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass zu viele Meinungen aufeinander treffen. Eine gesunde Mitte muss also am besten gefunden werden.

Was hilft allen Mitarbeitern?

Männliche und weibliche Mitarbeiter sollten sich immer wieder einmal dessen bewusst werden, dass eine freundliche Runde wichtig sein kann. Pflanzen, ein schönes Büro, Getränke für Mitarbeiter oder eine betriebliche Gesundheitsförderung sind nicht allein wichtig für den Erfolg von Mitarbeitern.

Nur ein Teil der Mitarbeiter sieht solche Faktoren als zentral. Schön ist es natürlich, wenn die Büromöbel und die Ausstattung ergonomisch und gut sind oder wenn es Getränke für jeden kostenfrei gibt. Noch wichtiger ist es allgemein, wenn ein Mitarbeiter gern in die Arbeit geht, weil dort angenehme Kollegen anzutreffen sind.

Wann ist ein Mensch angenehm?

Im Grunde wissen alle, wie das funktioniert. Angenehm für andere zu sein, bedeutet ein wenig Zurückhaltung, weniger Dominanz, weniger Affront und ausreichend Bereitschaft zum Teilen. Einige Studien sprechen davon, dass Einzelkindern so manche Kompetenzen fehlen. Vielleicht mag es hilfreich sein, sich ab und an zu fragen, ob alles so richtig verläuft, wie es getan wird. Eine

  • freundliche Sprache
  • Rücksicht auf Gefühle anderer
  • weniger ziellose Kritik und
  • ein weniger raumgreifendes Verhalten

mögen eine geeignete Lösung sein. Studien zum sozialen Verhalten gibt es wiederum sehr viele. Es besteht außerdem eine Möglichkeit, sich bei Schwierigkeiten an deren Ergebnissen zu orientieren. Grundlegend gilt aber, dass eine Orientierung am „Kategorischen Imperativ“ von Immanuel Kant bereits mehr als hilfreich ist. Es ist clever andere so zu behandeln, wie man selbst gern behandelt werden möchte.

 

 

 

 

Quelle: www.manpower.de/neuigkeiten/presse/weiterleitung-zu-mpg/pressemitteilungen/studie-zur-arbeitsmotivation-das-spornt-die-deutschen-an/ (gesehen am 12.10.2017, 12:24 Uhr)