Ausgeglichenheit,  Glück,  Motivation,  Zufriedenheit

Lieber motiviert als betrübt

Es gibt Tage im Leben, an denen erscheinen viele Problemstellungen zuerst so groß oder unlösbar, dass die Tränen einfach in die Augen kommen. Solch ein Gefühl nach dem Aufwachen ist nicht angenehm. So mancher Tag im Leben beginnt mit Weinerlichkeit. Niemand möchte den Tag natürlich so beginnen oder verbringen, sondern viel lieber motiviert sein. Unbeschwertheit und neuer Schwung fühlen sich doch weitaus besser an. Perspektiven durch andere Sichtweisen sind glücklicherweise einfach zu erarbeiten.

Es gehört zum Leben

Betrübnis ist aber trotzdem gesund und noch kein Grund zur Sorge. Es ist ein Teil der Psyche und keineswegs verboten. Jeder sollte sich eingestehen „Ja, heute geht es mir einmal nicht gut und der Tag morgen wird sicherlich besser“. Der Volksmund überliefert das mit„Morgen ist ein anderer Tag“. Es ist wichtig, das Gefühl anzunehmen, es zu erlauben. Dadurch sinkt ein Gefühl von Frust.

Woran könnte es aber liegen, dass sich ein Mensch schlichtwegnicht motiviert fühlt, sondern in ein kleines Jammertal rutscht. Körperliche Ursachen hierfür möchte ich zunächst nicht ansprechen. Ist das Leben ein Jammertal, wie es die Psychoanalyse von Sigmund Freud es bereits beschreibt, sind natürlich Überlegungen und Maßnahmen für Veränderungen nötig. Niedergeschlagen, freudlos oder bekümmert zu sein, verhindert einen Fortschritt für die persönliche Motivation.

Der Wunsch nach Motivation

Kaum ein Mensch kann jeden Tag motiviert sein. Startet der Tag nicht gut, muss an der Motivation gearbeitet werden. Das ist harte Arbeit, die dann aber belohnt wird. Mancher Manager oder Verkäufer steht lange vor dem Spiegel, um hochmotiviert zu sein. Häufig sogar trotz schlechten Gefühlen im Bauch.

Geht es einem schlecht, ist es gut, wenn bewusst an Motivation oder zunächst an das Wort „Motivation“ gedacht wird. Vielleicht kommt die Motivation im Verlauf der Gedanken von selbst zurück. Kreisen die Gedanken rund um die Motivation, aktivieren wir Gedanken, Gefühle, Motive und Wissen rund um motivierte Momente.

Wie war das noch, als die Motivation noch da gewesen ist? Nicht wenige Therapieansätze knüpfen an positive und aktivierende Momente an. Gelingt das aber nicht, muss gegen das betrübte Gefühl mehr getan werden.

Jammern nützt nichts

Verhindern kann es niemand, dass das Leben nicht so aussieht, wie es sich jeder Einzelne eigentlich vorstellt. Das ist schade, es mag schmerzen, aber dann ist es zunächst so. Es kann sich ja auch verändern. Und hierfür sollte Motivation aufgebaut werden. Jammern blockiert.Vielleicht wird mit dem Jammern übertrieben? Jammern auf höchstem Niveau hat noch niemandem weitergeholfen.

Also: Nicht jammern. Stopp! Wird auf höchstem Niveau gejammert, dann ist wahrscheinlich auch der Blickwinkel nicht richtig. Ein anderer Blickwinkel verhindert, dass das Jammern unaufhörlich fortgesetzt wird. Schlechte Gedanken müssen auch einmal unterbrochen werden. Negative Gedanken stetig um ein Übel kreisen zu lassen macht die Psyche krank.

Es stiehlt außerdem Zeit.Vielleicht sogar kostbare Zeit.In derselben Zeit könnte das Leben verändert und positiv gestaltet werden. Das Bewusstsein hierfür ist sicherlich wichtig. Es nützt allerdings nichts, betrübt zu sein. Ein trauriges Gefühl sollte man lieber wegpusten, wie den Schmerz einer Wunde.

Woher kommt das Gefühl?

Betrübt oder schwermütig zu sein, kann jedoch auch ganznormal sein. Es bedeutet in der logischen Schlussfolgerungnicht, dass eine depressive Verstimmung oder Depression vorliegt. Betrübt sein kann sogar heilsam sein. Etwas Altes wird überwunden und ein neuer Abschnitt beginnt.

Die Psychologie und auch andere Disziplinen beschreiben den Umgang mit schwierigen Gefühlen und Situationen als „Coping“ oder auch Stressbewältigung. Das Stressmodell von Richard Lazarus aus dem Jahr 1984 beschäftigt sich als frühes Modell mit dem persönlichen Umgang mit Stress. Stressoren werden reflektiert, bewertet und dann eine Strategie zur Lösung gesucht.

Nicht selten ist es Angst, die schlechte Gefühle hervorruft. Angstreaktionen sind archaisch. Das bedeutet, dass der Mensch für seinen Selbsterhalt in stressigen Situationen mit Angst reagieren kann. Vielleicht sind auch Lösungen, wie Richard Lazarus es beschreibt, dann nicht problemorientiert, sondern emotionsgebunden.

Eine Situation entgleist, etwas verläuft nicht so wie gewünscht und selbst scheint man machtlos zu sein. Das ist vielleicht aber nicht richtig. Die aufkommende Angst und das Unglück sind wahrscheinlich nicht gerechtfertigt. Aber was tun? Gegen einGefühl von Angst kann etwas getan werden.

Erste Überlegungen

So manches Problem ist eigentlich gar nicht sooooo unglaublich schlimm, wie die Wahrnehmung es uns sagen möchte. Manche Schwierigkeiten sind zum Glück nur situationsgebunden. Hier eine kleine Checkliste, die helfen kann, die Situation anders zu bewerten.

  • Wie lange dauert das Problem an?
  • Ist es wirklich schlimm?
  • Ist es so groß, wie meine Vorstellung es aussehen lässt?
  • Gibt es Schlimmeres?
  • Geht es mir trotzdem gut?
  • Kann mein Handeln etwas verändern?
  • Wie gut stehe ich im Vergleich zu anderen Menschen da?

Diese und andere Überlegungen können ungemein hilfreich sein.

Ursachen für Schwermütigkeit oder Melancholie gibt es natürlich zahllose. Das Problem selbst verschwindet auch nicht sofort oder könnte nicht mit einem Schritt lösbar sein. Das ist trotzdem nicht schlimm.

Probleme dürfen jedoch keinesfalls über einen langen Zeitraum betrübt beweint werden. Gegen Betrübnis muss man immerhin etwas unternehmen. Trotzdem gibt es vielfältige Maßnahmen gegen Schwierigkeiten.

Man sollte beispielsweise mit den Dingen zufrieden sein, die es gibt und nicht immer nur höher streben. Dies aber nur als Beispiel. Natürlich gibt es Situationen und Lebensabschnitte, die nicht „glorreich“ sind. In einer Leistungsgesellschaft muss sich jeder anhören, dass nur die Sieger und die Besten gefragt sind.

Am besten einfach weghören. Es ist unfair. Man selbst ist vielleicht einfach nichtein YouTube Influencer, Millionär, Hochschulabgänger oder etwas anderes, was man sich selbst unglaublich wünscht.

Etwas dagegen tun

Natürlich ist es auch in Ordnung, wenn man selbst eine Stunde an die weiße Wand blickt. Das kann wohltuend sein. Noch besser, wenn die Augen dabei geschlossen werden. Es ist gut für die Nerven. Nach dieser erlaubten und zugestandenen Zeit der Ruhe sollte jedoch etwas getan werden.

Hierfür ist ein Plan nötig. Emotionales Handeln ist nicht gut, wie wir bereits gelesen haben. Aktivitäten gegen eine Problemstellung müssen zielgerichtet sein. Um einen Plan zum Erfolg zu führen, wird solch ein Plan am besten zusammen mit dem Problem aufgeschrieben. Wie in einem Brainstorming werden wichtige Gedanken zu Papier gebracht. Das beruhigt die Seele.

Was benötigt der Körper für sein Wohlbefinden?

Es kann sein, dass all dies nicht hilft und sich der Körper immer noch nicht besser fühlt. Genau an dieser Stelle könnte ein Arztbesuch wichtig sein. Jeder freundliche Arzt wird gerne helfen und vielleicht erst eine gesündere Ernährung anraten. Wenn es der Seele überhaupt nicht mehr gut gehen möchte, helfen bestimmt kleine Anreize durch einen Allgemeinarzt.