Glück,  Selbstwertgefühl,  Soziale Kontakte

Liebeskummer clever bekämpfen

In vielen Situationen, die mit dem anderen Geschlecht in Verbindung stehen, fühlen wir uns nicht gut. Sei es nur ein missglückter Flirt mit einem/r vermeintlichen Mr./Mrs. Richtig. Das Selbstwertgefühl ist das Mindeste, das gekränkt wurde. Es entsteht ein Gefühl von Einsamkeit. Nicht immer sind wir aber Single. Vielleicht ist die Beziehung zum Partner abgekühlt und es entsteht eine innerliche Sehnsucht nach dem Gefühl verliebt zu sein und von einem anderen Menschen mehr Wertschätzung zu erhalten. Und plötzlich dieser Liebeskummer. Ein Gefühl von Einsamkeit schleicht sich ein. Und genau gegen diese sollten wir innerlich ankämpfen. So allein ist man ja vielleicht doch nicht. Doch beginnt man selbst zu hinterfragen, ob es persönliche Fehler gibt, die zu diesem Gefühl führen und es verursachen.

Schlechte Gefühle durch einen Schwarm

Jeder von uns kennt im sozialen Umfeld einen Menschen, der attraktiv ist oder uns gefällt. Vielleicht kommen wir an diese Person nicht heran. Sie ist weit weg, sie ist unnahbar oder sie hat noch nicht bemerkt, dass es überhaupt jemanden gibt, der interessierte Blicke auf sie wirft. Auch ich treffe immer wieder einmal einen Menschen, der ansprechend wirkt. Ich habe ihn niemals kennengelernt. Ich kann nicht sagen, welche Art von Mensch das ist. Und doch entsteht ein fürchterliches Gefühl im Inneren. Es entsteht ein Idealbild. Und dann kommt die Fantasie „ins Rollen“. Das Phänomen kennen wir, nicht wahr? Eine Person des anderen Geschlechtes, die uns interessant erscheint, weckt unser Interesse. Wir beginnen uns die Person auszumalen und Geschichten zu erfinden, wie der Mensch wohl sein kann. Wir haben vielleicht keine Ahnung, wer das ist und was der Mensch wohl wirklich von uns will. Aber auf einmal wachsen Wünsche in uns.

Und wir kennen das Gefühl vielleicht, es sind wirklich archaische Triebe, die in uns erwachen. Unsere Natur spricht zu uns. Der Fortpflanzungstrieb scheint auf einmal stärker zu sein, als jeder Funken Verstand. Plötzlich ist ein Wunsch nach einer Paarbeziehung, die wir in dieser Form vielleicht noch nicht hatten, unglaublich groß. Unser Bild einer anderen Person kann sonstwie aussehen, aber der Wunsch frisst sich innerlich in uns hinein, als säße ein Floh im Ohr. Womöglich haben wir auf einmal das Gefühl, dass es um Leben und Tod geht und dass jetzt die vielleicht letzte Chance gekommen ist, weil sonst niemand mehr kommt. Die Uhr tickt und die Zeit rennt. Was tue ich jetzt bloß? In Trauer und Schmerzen auf dem Sofa sitzen und mich Elend fühlen?

Was macht Liebeskummer mit uns

Noch schlimmer ist das Gefühl bestimmt, wenn man bereits viele gemeinsame Dinge geteilt hat, eine Beziehung hatte und die Person aus dem Kopf nicht mehr löschen kann. Ist eine Person bereits Teil des eigenen Lebens, dann muss erst wieder der Teil in uns aufgebaut werden, der zuerst noch mit der anderen Person besetzt war. Wir benötigen also neue Strukturen ohne die andere Person, in denen wir uns dann auch stark fühlen. Dazu kommt der Trennungsschmerz. Das Gefühl von Suchtentzug.

Dies bestätigt beispielsweise auch Professor Gereon Heuft von der Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Münster. Beispielsweise im Jahr 2005 war das ein großes Thema und findet sich immer wieder. Studien konnten bislang sogar belegen, dass Liebeskummer und Trennungsschmerzen ein Suchtzentrum im Gehirn ansprechen. Ganze Beratungsstellen gibt es hierfür. Aber genau da müssen wir durch. Bislang hat es jeder geschafft erneut einen Alltag zu gestalten, in dem wir uns mit uns selbst und mit anderen Menschen befassen.

Was tue ich bei Liebeskummer?

Gern möchte ich aus ganz eigener Erfahrung sprechen und eine Empfehlung geben für die, deren Alltag jetzt auf dem Kopf steht. Es ist ein unsäglicher Schmerz und zunächst scheint man selbst zu nichts mehr in der Lage zu sein. Doch ist es ungemein wichtig, dann nicht einfach den Kopf einzuziehen und sich zu verstecken.

  • Frische Luft,
  • ein Anregen der fünf Sinne,
  • thematische Abwechslung,
  • Sport und
  • ein gutes Essen

tun gut. Das persönliche Wohlbefinden steht im Mittelpunkt. Das „ich“ zu „pampern“ kann besonders wichtig sein. Hierdurch wird der Teil im Menschen gepflegt, der scheinbar durch die Verletzung der Gefühle geschädigt wurde. Entscheidend ist vielleicht die Art und Weise, auf die das Selbst dann verwöhnt wird.

Sich selbst neu erfinden?

Vielleicht ein Outfit-Wechsel, um die Selbstbestätigung wiederzufinden? Shopping und ein neuer Look verhelfen vielleicht zu mehr Wohlbefinden und mehr Sport lässt uns wieder strahlen. Zumindest mir hilft es sehr mit dem Fahrrad eine längere Strecke zu fahren und beim Yoga zu einem neuen Gleichgewicht zu finden. Wenn ein Gefühl von Liebeskummer uns in die Knie zwingen will, ist es bestimmt ratsam das Gegenteil zu tun und gleich einem Phoenix aus der Asche zu springen.

  • Freunde treffen,
  • private Wellness,
  • ein entspannender Duft,
  • sich unterhalten,
  • Lieblingsmusik,
  • ab ins Kino und
  • einen schönen Kaffee trinken gehen,

solch eine Abwechslung reisst uns aus den trüben Gedanken.

Statt Trübsal zu blasen, werden angenehmere Dinge getan und das Gehirn erhält eine Entlastung. Die Trauer verfliegt bestimmt auch ein wenig und neue Motivation einen eigenen Alltag zu gestalten wird aufgebaut. Dies sind bestimmt die äußersten Maßnahmen, die eine Verbesserung bringen können. Wissenschaftler haben grundlegend herausgefunden, dass bei Liebeskummer, Trübsal und Trennungsschmerzen die körperliche Berührung fehlt, die zuvor gefehlt hat. Oft genügt es bereits dieses Defizit zu beseitigen. Möglich ist dies bereits mit einer wunderbar duftenden Bodylotion möglich.

Wie lassen sich die Gedanken neu ordnen?

Der Begriff ordnen sagt bereits, was zu tun ist. Wir möchten den Verstand neu „booten“. Es fühlt sich an, als würde ein Computer neu gestartet, nachdem er einfach abgestürzt ist. Und genauso verhält es sich auch praktisch. Beispielsweise sind Fluglotsen zu einer Pause für alle zwei Stunden verpflichtet. Sie müssen ihre Gedanken ordnen, damit sie klar denken. Unordnung im Kopf entsteht durch einen gewissen Grad der Überlastung.

Daher benötigen wir unbedingt Pausen, und wenn diese nur kurz sind. Eine andere Studie zeigt, dass Aufschreiben ein Chaos im Kopf schwinden lässt. Der Forscher und Autor Daniel Levitin beschreibt diese Technik und viel Ruhe als einen Schlüssel zu mehr Ordnung im Gehirn. Gerade wenn wir uns selbst viel Stress machen, wirken diese beiden Methoden nahezu Wunder.

Ein Fazit

Ablenkung ist eine gute Medizin. Natürlich müssen nicht erst ganze Geschäfte leer gekauft werden. Es ist nicht nötig alles auszutauschen. Es geht vielmehr um Veränderungen.

Vielleicht finden sich im Kleiderschrank schöne neue Kombinationen oder die Wohnung wird ein wenig anders dekoriert.

Es geht darum, die ständigen „Wiederholungen“ im Kopf zu unterbrechen und auf positive Gedanken zu kommen. Ein schönes Umfeld steigert noch dazu das Wohlbefinden. Vielleicht wischen wir auch nur Staub und entfernen alle Dinge, die an eine Person erinnern.

Es ist jedoch bestimmt wichtig derartige Gedanken, wie vielleicht „Der Andere ist nicht da“ und auch „Der Andere liebt mich doch nicht„, nicht weiter zu wiederholen. Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die uns mit großer Sicherheit lieben. Vielleicht müssen wir sie noch kennenlernen. Besser stürzen wir uns in das Getümmel und gehen zu Parties, lernen neue Menschen kennen oder suchen ein neues (gut frequentiertes) Hobby.