Ausgeglichenheit,  Energie,  Entspannung,  Ernährung,  Soziale Konflikte,  Work-LIfe-Balance

Resilient werden – was ist das?

Resilienz ist dem Duden nach Widerstandsfähigkeit. Die Psychologie versteht unter diesem Ausdruck die psychische Widerstandsfähigkeit. Eine besondere Bedeutung hat der Begriff vielleicht für Kinder, da diese ihre Widerstandsfähigkeit zuerst noch lernen müssen. Darüber hinaus ist das aber trotzdem genauso ein Begriff für Erwachsene. Im Arbeitsleben wird immer mehr Widerstandsfähigkeit verlangt. Gemeint ist damit im Kern wohl eine höhere Belastbarkeit gegenüber Stress und sozialen Belastungen.

Eine höhere Belastbarkeit

Im Kern geht es um emotionale Stabilität.Belastbarkeit findet ja nicht nur auf rein körperlicher Ebene statt, wobei Menschen nicht zu schnell ermüden. Es geht mit Sicherheit auch darum, dass ein Mensch nicht nach jeder Belastung zum Schokoriegel greift oder eine Pause benötigt. Natürlich sind Durst, Unterzucker und Müdigkeit sehr hinderlich. Niemand kann ganz ohne Spuren der Ermüdung mit Unterzucker extrem schnell arbeiten. Trotzdem soll genug Belastbarkeit erhalten bleiben.

Irgendwann schwindet aber die Konzentration. Und überhaupt könnte es der Fall sein, dass ein Mensch von vorne herein nicht zu stark belastbar ist. Es mag immer wieder einmal geschehen, dass Menschen mit geringerer Belastbarkeit im Arbeitsalltag Schwierigkeiten erleben. Es ist deswegen wichtig eine gewisse Widerstandsfähigkeit zu trainieren. Auf mentaler Ebene ist das gut möglich. Es mag zwar einige Zeit in Anspruch nehmen das zu üben. Jedoch hilft ein gezieltes Training mit Motivation und für die Persönlichkeit gegen eine Überbeanspruchung im Arbeitsalltag.

Sicherheit fühlen

Im Büro haben Sie Ihren Raum und innerhalb dieses Bereiches sollten Sie sich sicher fühlen dürfen. Häufig stören Menschen den persönlichen Raum. Dabeireduziert oder verkleinert sich der persönliche Bereich. Sofern es möglich ist, den eigenen Bereich zu schützen und zu verteidigen, sollten Sie das ruhig tun. Ein ständiges Eindringen in den persönlichen Bereich, das weitaus zu unangenehm ist, muss nicht toleriert werden.

Reagieren Sie aber trotzdem

  • offen,
  • verständnisvoll,
  • ruhig und
  • kompetent.

Fragen Sie vielleicht nach ein wenig mehr Platz, falls es zu unliebsamen Situationen kommt. Jeder Mensch ist in dieser Hinsicht ein wenig verletzlich. Sie könnten Ihren persönlichen Bereich außerdem räumlich möglichst gegenüber unangenehmen Menschen abgrenzen, damit andere sich ein Stück weit mehr fernhalten.

Richten Sie selbst nicht über andere Menschen

Resilienz kann auch bedeuten, dass Sie sich nicht über die Eigenheiten von anderen Menschen aufregen. Gewinnen Sie an Toleranz und Weitsicht. Kleinkariertes Denken verhindert, dass Menschen zusammenarbeiten. Es ist störend und hat in einem Büro auch nichts verloren. Versuchen Sie andere Menschen nicht zu werten, also nicht aufzuwerten oder abzuwerten.

Hierdurch werden andere Menschen gestört und auch man selbst verstrickt sich in ein unnötiges Mächtespiel, das von der Arbeit ablenkt. Konzentrieren Sie sich selbst auf Ihre Arbeit und überlassen Sie nicht den Emotionen die Kontrolle. Kritisieren Sie lieber auf fachliche Weise belegbare Fehler von anderen. Hierdurch üben Sie selbst an Ihrer eigenen Präzision und Sie bleiben aktiv im Work Flow.

Aufmerksamkeit entgegenbringen

Haben andere Mitarbeiter viele Anfragen an Sie, dann bleiben Sie aufmerksam. Versuchen Sie zumindest einen Überblick zu behalten und nicht den Anschein zu erwecken, dass es Sie nicht interessiert. Verteilen Sie Prioritäten zu den Anfragen und verhelfen Sie sich selbst zu einer klaren Struktur. Anders sind zahlreiche Aufgaben auch gar nicht mehr zu überblicken.

Reflektieren

Gerade im Arbeitsleben ist es immer wichtig zu sehen, dass Kritik oftmals schlecht angebracht ist und dass nicht alle Gefühlsausbrüche persönlich auf einen Menschen gezielt werden. Gerade in Deutschland soll es laut Studienergebnissen so sein, dass die meisten Vorgesetzten überhaupt nicht dazu in der Lage sind eine Kritik richtig zu formulieren.

Deswegen klingt eine Kritik häufig zu offensiv und greift die Kompetenz eines Menschen vielleicht sogar persönlich an. Eine Kritik, die zu persönlich angebracht ist, ist niemals gut. Wahrscheinlich mangelt es einer Kritik dann auch noch an Objektivität. Reflektieren Sie selbst also nicht zu intensiv, ob eine zu schlechte Kritik gerechtfertigt ist. Womöglich trifft Sie nicht einmal ein Punkt dieser Kritik. Reagieren Sie am besten so, dass Sie anhand von Fakten widerlegen, was ungerechtfertigt kritisiert wurde.

Work-Life-Balance bewahren

Am Abend wünscht sich der Körper möglichst viel Erholung. Sport schafft hier zum Beispiel einen sehr guten Ausgleich und verhindert, dass Sie ungelenkig und müde werden. Entspannung vor dem Fernseher funktioniert selten. Sie werden ähnlich wie vor dem Notebook im Büro nur wieder mit Klang und Bild beschäftigt. Der Fernseher sollte lieber ausgeschaltet bleiben.

Suchen Sie lieber einen Ort an der frischen Luft auf, den Sie genießen können.

  • Atmen Sie tief durch,
  • hören Sie entspannende Musik und
  • machen Sie es sich irgendwo bequem.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und schützen Sie sich hierdurch präventiv. Das hat der Körper sich verdient.