Ausgeglichenheit,  Motivation

Über den eigenen Schatten springen

Kluge Denker haben schon früh erkannt, dass wir Gefangene unserer selbst sind. Wir sind vielleicht in einem Rahmen gefangen, in dem wir aufgewachsen sind und folgen den Gedanken, die wir gelernt haben zu denken. In der Kindheit werden wir geprägt und erleben die Welt daher aus einer Perspektive, die uns aus unserem Kontext vermittelt wurde. Die Wahrnehmung anderer Menschen geschieht aus deren Perspektive. Es mag natürlich Überschneidungen einer Wahrnehmung geben, doch gehen Theoretiker davon aus, dass die Wahrnehmung unserer Umwelt niemals gleich erfolgt.

Wir sprechen aus unserer Erfahrung und lassen in unsere Wahrnehmung all die Dinge einfließen, die wir gelernt haben. Im Erwachsenwerden ist es jedoch wichtig, dass wir viele gelernte Dinge auch hinter uns lassen können, um zu wachsen und um neue Inhalte zu lernen. Manches Wissen stempeln wir als antiquiert, falsch oder überholt ab. Wir wachsen vielleicht über die Eltern hinaus oder die Umgebung verändert sich so, dass wir uns von vielen unnötigen Einstellungen und Motiven trennen. Werden überholte Ideen abgeschrieben, entsteht mehr Raum für das Entwickeln neuer und vielleicht auch besserer Gedanken.

 

„Ich denke, also bin ich.“               René Descartes (Philosoph)

 

Angst vor der Weiterentwicklung?

Warum traut man es sich denn nicht zu oder empfindet sogar Angst, noch mehr zu lernen oder über sich selbst hinauszuwachsen? Nicht wenige Menschen empfinden jedoch ein wenig Bedenken, Angst oder leiden unter Blockaden, wenn es um die persönliche Weiterentwicklung geht. Ansonsten wäre schon jeder von uns ein Professor. Es ist keine Seltenheit, dass das Elternhaus, das Schuld daran hat.

Wie viel Förderung gab es hier im Kleinkindalter? Wurden wir dazu ermutigt, noch mehr zu lernen und Erfolg zu haben? Viele schmerzhafte Worte aus der Kindheit oder der Glauben, dass wir ohnehin nichts können nagen in uns. Es hält uns auf und blockiert uns. Einen Fortschritt unternehmen wir hingegen, wenn wir es schaffen, uns von diesen Dingen zu trennen.

Die Förderung von Kindern

Haben kleine Kinder viel von der Welt gesehen oder sind ihre Talente wirklich nicht unterstützt worden? Durften sie viele Hobbys lernen und haben sie sich in Bücher rund um das Wissen in der Welt vertieft? Vielleicht nein. Dies würde zu der Schwierigkeit führen, dass das Gehirn bestimmte Verknüpfungen zuerst nicht anlegen kann. Später würde es das weitere Lernen dann trotzdem noch möglich sein, aber vielleicht eine Hürde mit sich bringen. Mit zunehmendem Alter wird es ohnehin schwieriger. Forscher haben herausgefunden, dass das Gehirn sich ab einem Alter von 24 Jahren deutlich schwerer tut, Informationen zu merken. Das Lernen ist dann nicht mehr genauso einfach, wie dies zuvor vielleicht der Fall gewesen ist. Wichtig sind dann Zuversicht und Motivation.

Die Persönlichkeit leidet bei Kindern und auch noch bei Erwachsenen unter solchen Umständen. Dann ist es wichtig, das Selbstvertrauen durch Motivation und Erfolge aufzubauen. Dann fällt das Lernen immer noch nicht sehr einfach, aber durchaus leichter. Viele Menschen haben gelernt, sie seien zu dumm und nicht in der Lage etwas zu lernen. Es haben aber schon viele Menschen bewiesen, dass es nicht so ist. Oft ist es wichtig, dass wir Dinge, die von den Eltern weitergegeben wurden, schlichtweg überwinden und erfahren, wie es ist, über uns hinauszuwachsen. Dies können wir durch neue Hobbys und durch neue Aufgaben, die wir uns auferlegen. In einem eigenen Tempo ist es möglich, viele Dinge zu entdecken und mit viel Zuversicht neue Dinge zu lernen.

Neue Motivation für den Job

Nicht wenige Menschen, die zuvor noch unter Blockaden gelitten haben, können mit neuer Motivation zum Beispiel im Job neue Wege gehen. Denn der Weg der Eltern, der uns vorgegeben wurde, ist später nicht derselbe Weg, den wir selbst wirklich beschreiten wollen. Eine lange Zeit des In-sich-Gehens führt uns vielleicht zu neuen Wünschen oder zu anderen Talenten, die wir besitzen. Dann erkennen wir, wohin unser Können uns bringen kann.

Sollte ein Mensch, der zuvor nicht über sich hinauswachsen durfte, erkennen, wo seine Talente und Interessen liegen, dann ist es sicherlich sinnvoll zu ergründen, wie ein neuer Weg zu beschreiten ist. Ein erster Schritt ist sicherlich die Motivation, neue Dinge zu lernen und eine andere Form der persönlichen Entwicklung anzustreben. Dies muss nicht immer sofort geschehen. Oft macht es viel mehr Sinn schrittweise einen neuen Weg zu beschreiten und zuerst die Hindernisse auf diesem Weg zu prüfen.

Motivation für neue Wege

Motivation ermöglicht es, einen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Übermut ist dabei fehl am Platz. Aber wie motivieren wir uns? Es gibt zahlreiche Übungen und Techniken, die uns vor Augen führen, wie wir neue Kraft für Veränderungen erhalten. Jedoch ist es auch wichtig zu erkennen, dass eine Veränderung langsam erfolgen kann. Motivation entsteht durch unsere Gedanken. Das heißt, dass wir diese zuerst in die richtige Richtung lenken müssen, um auch den nötigen Mut aufzubringen.

Immerhin geht es darum, über den eigenen Schatten zu springen. Unsere Phantasie zeigt uns, wie es sein könnte, wenn wir eine Veränderung durchsetzen. Diese Veränderung kann noch so klein sein. Und schon planen wir. Eigentlich ist dies ein ganz normaler Vorgang. Wir schmieden Pläne in unseren Gedanken. Doch wenn wir die Pläne sehr bewusst schmieden und beginnen zu träumen, dann erlangen wir auch neue Motivation.

Nicht zu viel verlangen

Motivation allein führt aber noch nicht zu schnellen Schritten. Manchmal erleben wir unmittelbar auch erste Rückschläge. Diese entäuschen uns und geben uns zu denken. Weswegen hat es nicht gleich so gut funktioniert? Ein Rückschlag muss uns jedoch nicht gleich auch zum Aufgeben zwingen. Es gibt viele Versuche. Und diese sind normal.

Denn selbst ein gebildeter Mensch, der neue Probleme angehen möchte, kann mehrere Versuche bis zum Erfolg benötigen. Es ist wichtig, die Fähigkeit zu besitzen auch nach einem Rückschlag neue Motivation in sich aufzubauen. Nur so ist es auch möglich mit Rückschlägen zu arbeiten. Und nicht nur Motivation allein ist ein wichtiger Punkt.

Ein Prinzip Freude

Man muss keinen großen Wagen fahren, um Freude zu erleben und neue Motivation zu gewinnen. Auch in einer kleinen Klapperkiste kann das Gefühl entstehen, dass man viel gewinnen kann und selbst Fortschritte macht. Ein Prinzip mit viel Freude entsteht im Inneren, wenn man sich selbst ausreichend oft bewusst macht, dass ein neuer Weg Spaß macht. Spaß treibt uns genauso an, wie auch Motivation. Denn die beiden Prinzipien Motivation und Spaß sind eng miteinander verknüpft. Durch Spaß wird neue Motivation erzeugt.

Eine entmutigte Person benötigt mehr Spaß an einer Tätigkeit, um neue Motivation für ein Fortkommen zu gewinnen. Und Motivation wiederum bringt mehr Spaß. Ein erster Schritt ist es für manche Menschen vielleicht, Wissen anzuhäufen. Denn Wissen verspricht den Spaß die Welt besser zu verstehen und bei anderen Menschen mitreden zu können. Nicht immer ist es wirklich einfach Freude zu erzeugen und Motivation zu erlangen. Techniken, die mit den Gedanken arbeiten, ermöglichen jedoch neuen Schwung und versprechen mehr Erfolg für eine persönliche Weiterentwicklung.