Zufriedenheit

Ein Umgang mit alltäglichen Süchten

Eine Sucht kann unangenehm werden. Hierbei geht es aber noch nicht um die Sucht nach Drogen, Alkohol oder Zigaretten, sondern zunächst noch um vielleicht kleinere Süchte, die ebenso bedrohlich sind. Die Spielsucht ist ein bekannter Faktor, der im Alltag Menschen ruinieren kann. Viele Süchte schaden entweder dem Körper oder dem Menschen. Ob nun die

  • Zuckersucht,
  • die Sucht nach Kaffee oder
  • eine Sucht nach anderen Dingen.

Süchte, die den Körper abhängig machen, sind teils ähnlich zu behandeln, wie auch Süchte, die die Psyche betreffen. Dies zumindest teilweise. Daher möchte ich gern von Süchten sprechen, die vielmehr die Psyche betreffen, also vielleicht auch die Sucht nach Zigaretten. Die Sucht bestimmte

  • Spiele zu spielen,
  • eine Münze in einen Automaten zu werfen,
  • die Sucht nach einem Lotto-Spiel oder
  • die Sucht nach Wetten.

Derartige Süchte sind inzwischen recht gängig und verlangen nach einer Behandlung.

Woher kommt denn eine Sucht?

Sicherlich fängt es mit einer Gewohnheit an. Eine Handlung gefällt und bestätigt eine Person. Ein Mensch geht in einer Handlung auf und fühlt, dass diese Handlung sich gut anfühlt. Die Persönlichkeit wird bestätigt, Erfolge werden verzeichnet und eine Handlung ist mit Spannung oder einem guten Gefühl verbunden. Das gute Gefühl, das entsteht, wird sicherlich durch das Ausschütten von Endorphinen unterstützt. Dies sind Glücksbotenstoffe aus dem Gehirn, die mittels komplexer Prozesse ein glückliches Gefühl erzeugen. Eine Handlung wird also belohnt und wird gern durchgeführt. Durch die ständige Belohnung und auch mehrere äußere Faktoren, die die Handlung bestätigen und nicht verbieten, wird eine Handlung zu einer Gewohnheit. Diese kann sehr lieb gewonnen sein. Dabei wird dann gern auch in Kauf genommen, dass eine Person für diese Handlung bezahlt.

Das geliebte Ritual will aber nicht mehr gemisst werden und daher wird eine Handlung so in den Alltag integriert, dass sie ständig ausgeführt werden kann. Im nächsten Schritt werden andere Tätigkeiten, die Abwechslung bieten, für diese Tätigkeit reduziert. Vielleicht werden sogar Freundschaften abgebrochen oder kommt zu einem allgemeinen sozialen Rückzug. Eine Person ist vielleicht auch schon einsam und pflegt dank dieser Einsamkeit lieber eine Tätigkeit. Bei vielen Menschen ist eine derartige Sucht vielleicht auch das Wetten oder das Glücksspiel. Der Mensch wird vielfach bestätigt und fühlt sich in dieser Umgebung erst so wirklich wohl. Relevant ist hierbei ebenso, dass das ständige Ausschütten von Endorphinen im Gehirn eines Menschen zu einem suchtartigen Zustand führen kann. Das Gehirn gewöhnt sich ebenso an die Botenstoffe, die ausgeschüttet werden können. Hierher kommt das schlechte Gefühl, wenn eine Person versucht die Gewohnheit zu stoppen oder sich wundert, warum das Glücksgefühl nicht immer gleich stark ist oder manchmal fehlt. Die Botenstoffe stehen nämlich auch nicht immer zur Verfügung. Daher wird eine Handlung so lange wiederholt bis die Botenstoffe wieder zur Verfügung stehen.

Was kennzeichnet eine Sucht?

Eine Person ersetzt durch eine schlechte Angewohnheit wichtige andere Handlungen. Denn die Person sieht in einer Handlung nun einen wichtigeren Vorgang als in anderen Handlungen. Es wird vielleicht schlechter gegessen oder zu wenig geschlafen, weil der Alkohol wichtiger ist, weil das Rauchen eine Bestätigung bringt oder weil im Internet noch gespielt wird und dies vielleicht für Geld. Eine Person sucht nur noch Bestätigung und ein gutes Gefühl in Zusammenhang mit dem neuen Ritual. Das Ritual wird intensiv in den Alltag integriert und wird zunehmend dominierend. Es finden zahlreiche Abstufungen von Süchten. Manche Menschen suchen auf unnatürliche Weise die stetige Nähe zu der Tätigkeit. Die zwei Schachteln Zigaretten am Tag bringen vielleicht die Wärme und Geborgenheit, die sonst im Leben fehlt. Vielleicht fühlt eine Person endlich Erfolg, der sonst nie da ist. Vielleicht gibt es Freundschaften, die an der Tätigkeit hängen. Natürlich verliert nicht gleich jeder Mensch wegen einer Sucht seine Arbeit oder verspielt das gesamte Sparguthaben. Es entstehen aber sicherlich auch ungewollte Schäden. Und diese sind schrittweise.

Was sollte ich denn tun gegen eine Sucht?

Sollte die Sucht nicht auf medizinische Art und Weise behandelt werden müssen, dann ist eine schrittweise Annäherung an das Problem sinnvoll. Es ist sicherlich nicht immer möglich von heute auf morgen solch eine Sucht vollständig aus dem Leben zu verbannen, ohne dass ein Rückfall droht. Das Verhalten sollte auf eine bestimmte Weise verändert werden. Vielleicht ist die Tätigkeit an sich für die süchtige Person auch nicht so sehr schädlich, wenn sie weniger ausgeübt wird. Viele solcher Tätigkeiten könnten als normal angesehen werden, wenn sie weniger intensiv ausgeübt werden. Daher sind Maßnahmen für eine Veränderung eines Handelns wichtig. Vielleicht ist es die Sucht nach Zucker und eine damit verbundene Abwärtsspirale oder die Sucht nach

  • Alkohol,
  • Zigaretten oder
  • Shopping.

Bevor eine Abwärtsspiele eine Person verschluckt sollten wichtige Strukturen erzeugt werden. Fragen Sie mich gern, wenn sie solch ein Problem haben und wenn Sie mit diesem Ritual erfolgreich aufhören möchten.