Persönlichkeit,  Selbstbewusstsein,  Selbstwertgefühl

Was macht das Gefühl Angst mit uns?

Angst besitzt viele Facetten. Sie kann ein leises Gefühl sein, das zur Vorsicht warnt oder eine echte Panik, die zum Fliehen verleitet. Das Gefühl Angst entsteht ja auch auf ganz unterschiedliche Weise. Nicht jeder Mensch hat Angst im Dunkeln oder Angst vor allen Dingen, die er nicht kennt. Es gibt gesunde Ängste und ungesunde Ängste. Jeder Mensch verspürt Angst in seinem Leben.

  • Angst vor Fehlern,
  • Angst vor dem Versagen oder
  • echte Angst um‘s Überleben und vor Verletzungen.

Dabei ist Angst neben Freude eines der wichtigsten Gefühle, die wir haben. Im Grunde sollten wir uns darüber freuen, dass es Angst gibt.

Angst als Schutz im Alltag

Angst ist eines der ältesten Gefühle. Es beschützt uns vor dem Sterben. So mancher Mensch hat auch zu wenig Angst und riskiert dann das eigene Leben. Angst ist also ein sehr wichtiger Aspekt, der vor Verletzungen schützt und der uns zeigt, wie wir uns bewegen. Kleine Kinder haben zunächst noch zu wenig Angst. Aus irgendeinem Grund handeln sie so waghalsig, dass die Eltern oft große Angst um sie empfinden.

Sie müssen zuerst eigentlich Angst erlernen, damit sie sie später richtig dosieren. Oft liegt es noch an den mangelnden Erfahrungen und an nötigen Lernprozessen, die jeder Nachwuchs erst absolviert. Auch im Tierreich müssen viele Babys erst Angst oder ein richtiges Verhalten lernen. Die Synapsen sind noch nicht ausreichend ausgebildet. Es fehlen Erfahrungen und Wissen und es fehlt die Fähigkeit auf Gefahren schließen zu können. Kleine Tiere und kleine Menschen lernen zuerst, wann Angst angebracht ist und wann sie vorhanden sein muss. Ein erwachsener Mensch aber hat bereits ausreichend viel gelernt, um Angst zu kontrollieren.

So mancher Mensch hat in seinem Leben zu viel Angst gelernt oder lebt auf eine Weise, die zu häufig Angst entstehen lässt. Es wurde zu viel Angst gelernt. Hieraus entstehen zum Beispiel Misstrauen oder Selbstzweifel. Einem Menschen sollten für seinen persönlichen Erfolg solche Angstgefühle oder nicht erwünschte Ängste wieder „abgelernt“ werden. Es gibt also viele Übungen, die Angst kleiner werden lassen und Übungen, die mehr Sicherheit im Alltag bringen. Am besten arbeiten Menschen mit Angst mit Listen. Es gibt viele Arten von Listen, die ein Mensch anfertigen kann, damit ein ungutes Gefühl im Alltag schon bald verschwindet. Ein wenig Arbeit mit sich selbst schadet keinesfalls und muss auch nicht den gesamten Tag vereinnahmen.

Ständige Angst schafft Blockaden

Angst sollte aber nicht den Alltag dominieren. Ein Mensch verbaut sich möglicherweise große Chancen im Alltag, wenn nur noch Angst vorhanden ist oder allgemein zu viel Angst. Es ist wichtig, diese Angst abzubauen und ich helfe Ihnen gern dabei, aktiv gegen Angst vorzugehen. Möchte ein Mensch seine Ziele verfolgen, dann ist eine klare Vorgehensweise ganz wichtig. Stellt sich die Angst in den Weg, dann sind einige Techniken anzuwenden, die im entscheidenden Moment eine Angst kleiner werden lassen.

So manche Angst ist auch einfach abzutrainieren, wie etwa die Angst vor Spinnen, die Angst vor der Höhe oder die Angst vor engen Räumen. Wichtig ist dafür psychische Arbeit, die früh genug beginnen sollte. Es ist sogar enorm wichtig, dass schon kleine Kinder lernen, ihre unnötige Angst zu verlieren und diese zu kontrollieren.

Zu viel Angst mag zu Schizophrenie führen

Natürlich darf es nicht global ausgedrückt werden und es ist nicht uneingeschränkt richtig. Es gibt weitaus mehr Aspekte und vor allem Stress und psysische Schäden an den Nervenphasern spielen ebenso eine Rolle. Doch treibt ständige Angst einen Menschen buchstäblich in den Wahnsinn. Muss ein Mensch sich täglich fürchten, verliert er sicherlich den Verstand oder einen Teil davon. Und auch in solch einer Erkrankung spielt Angst eine wichtige Rolle. Das ist auch ein guter Ansatz für eine Therapie. Nimmt man einer psychisch kranken Person ihre Angst, lebt und denkt sie ganz anders.

  • Es gibt die Angst, dass andere Menschen die Gedanken hören,
  • es gibt Menschen, die jeden Gedanken laut aussprechen,
  • es gibt Fantasien, die einen Menschen allmächtig werden lassen und
  • es gibt beispielsweise auch Menschen, die allein vor einer Verfolgung durch andere große Angst spüren.

Es mag sein, dass diese Menschen so viel Stress und Angst im Alltag hatten, dass ihr Denken zum Schutz ihrer Persönlichkeit oder vielmehr des ich“ (Freud) die sonst üblichen Bahnen verlässt. Das hat aber nichts mit Irre zu tun und es ist ein Verbrechen Kranke Menschen durch Hohn weiter in den Wahnsinn zu treiben. Das verhindert jede Gesundung. Diese Menschen benötigen Ruhe und sie müssen zum Beispiel von ihrer Angst befreit werden.

Unfreundliche Menschen machen uns oft Angst

Es gibt weniger kluge Menschen, die in ihrem Leben nichts anderes gelernt haben, als dass sie „klatsche“ und „ballerballer“ sagen müssen. Diese Menschen sind lediglich ungebildet und es ist wichtig, dass sie verstehen lernen, dass sie einen Schaden zufügen. Solche Menschen leiden außerdem selbst unter großer Angst. Sie vergrößern sich gegenüber Schwächeren so stark, wie möglich, nur weil sie unter der Angst leiden, dass andere Menschen sie zu wenig beachten oder mögen. Ein verletzendes Verhalten gegenüber Schwächeren kann aber kein Argument sein, um anderen Menschen zu imponieren.

Und das ist traurig. Auch gegen diese Angst muss etwas unternommen werden, damit ein zwischenmenschliches Zusammenleben mit weniger Stress und Angst möglich ist. Angst sollte nicht dadurch entstehen, dass andere Menschen die eigene Persönlichkeit angreifen und sie reduzieren. Unfreundliche Menschen reduzieren unglücklicherweise einen Menschen in seiner Ganzheit, obwohl sie dabei vielleicht nur einen Aspekt herausgreifen, der solch einen Menschen aber keinesfalls in seiner ganzen Person beschreiben kann. Und noch unfreundlichere Menschen gehen noch weiter, um Angst entstehen zu lassen und ihre eigene Angst zu überspielen. Es ist sehr traurig und es sollte so etwas eigentlich überhaupt nicht geben. Denn solch ein Verhalten ist auch keineswegs gesund oder überhaupt erwachsen.

Wären alle Menschen klug, würden sie nach Wohlbefinden für jeden Menschen streben. Zumindest hat sich Immanuel Kant solche Gedanken gemacht. Und es würde vielleicht einen schönen Alltag versprechen, wenn sich alle Menschen daran hielten. Bestimmt hatte er selbst Beweggründe, die zu solch einer Erkenntnis führten. Formuliert hat er seine Gedanken zum Beispiel im Kategorischen Imperativ.

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

In Kants System ist es ein grundlegendes Prinzip der Ethik. Ausführlich erläutert ist der „KI“ in der „Kritik der praktischen Vernunft“. Sein Lebenswerk beschäftigt sich zu einem relevanten Teil damit, was für Menschen ein Gesetz und eine Maxime sein kann. Der KI ist daher auch in der „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ erläutert. Würde rein hypothetisch jeder Mensch danach leben, gäbe es vielleicht überhaupt keine Angst mehr. Ein interessanter Gedanke.

Jeden Menschen zu akzeptieren hat auch etwas mit Angst zu tun. Denn jeder Mensch hat Angst seine Gruppe zu verlassen und sich mit einer „falschen“ Person zu zeigen, die die eigene Gruppenzugehörigkeit stört. Diese Angst ist jedoch sehr unnötig. Denn wie sollte der andere Mensch die eigene Gruppenzugehörigkeit stören? Es hilft ungemein gut gegen eigene Ängste, wenn wir im Alltag nicht zu viele Menschen filtern und ruhig alle Menschen auf eine bestimmte Weise zulassen.

Die Ruhe in einem Menschen selbst

Natürlich spielen noch viel mehr Aspekte in diese Thematik mit ein. Angst kennen wir nicht nur von den Eltern und wir kennen schon als Kinder viele Dinge, die uns Angst machen. Angst ist ein Lernprozess, der von der Umwelt auf fürchterliche Weise beeinflusst werden kann. Und Angst sollte keineswegs dominieren, weil sie das Leben niemals beherrschen darf. Angst ist ein absolut gesundes Gefühl, wenn ein Mensch nicht zu viel davon führt. Es ist sinnvoll, Techniken zu lernen, die Angst kleiner werden lassen und die Persönlichkeit zum Wachsen bringen. Und auch die Entspannung und innere Ruhe sind relevante Aspekte, die uns gegen Angst helfen können. Viel Ruhe sollte jeder Mensch ohne viel Mühe in sich entstehen lassen.

Der Buddhismus verfolgt eine weise Anschauung. Der Mensch ruht in sich selbst und verhält sich achtsam. Ist es außen turbulent und stressig, so findet ein Mensch in seinem Inneren einen ruhigen Pol. Und so sollte sich jeder Mensch ein wenig im Buddhismus üben, um in sich selbst zu blicken und dort einen ruhigen Ort zu finden, an dem keine Bedrohungen und Stressoren vorhanden sind. Ob nun in Form von

  • Yoga,
  • Qi Gong,
  • Meditation oder
  • Tai Chi,

jeder Mensch kann sich selbst in Konzentration und Ruhe üben. Im hektischen Alltag gibt es dazu kaum mehr eine Gelegenheit. Hetzen wir von einer Feier und Aktivität zur nächsten ist das sicherlich nicht gesund. Den ruhigen Ort im Inneren sollten wir pflegen und ihm Zeit geben, damit er sich erneut mit Ruhe und Kraft füllt.

Work-Life-Balance ist ein wichtiges Thema, das darüber hinaus nicht vergessen werden sollte. Die Vorstellungskraft kann einen großen Beitrag zu mehr Wohlbefinden leisten.

Quellen:

Zimbardo et altera

http://www.medizinfo.de/kopfundseele/angst/psychose.shtml